Der Widerstand gegen Metas Künstliche Intelligenz «Meta AI» zeigt Wirkung in Europa. Max Schrems und seine Datenschutzorganisation Noyb haben erfolgreich Druck ausgeübt: Meta gibt bekannt, vorerst keine europäischen User-Daten für das Training seiner KI zu verwenden. Diese Ankündigung kam jedoch eher unauffällig an einem Freitagabend, wohl um die Auswirkungen auf den Aktienkurs zu minimieren, wie Noyb kritisiert.
Anfang Juni forderte Noyb Datenschutzbehörden in 11 europäischen Ländern auf, Metas Datenpraktiken zu stoppen. Besonders die irische Datenschutzkommission geriet wegen ihrer laxen Haltung gegenüber US-Techgiganten wie Meta in die Kritik. Erst nach massivem internationalen Druck lenkte die Behörde ein.
Max Schrems bleibt skeptisch: Eine rechtlich bindende Änderung von Metas Datenschutzrichtlinie steht noch aus. Meta selbst argumentiert, dass eine Einbeziehung lokaler Daten für eine qualitativ hochwertige Nutzererfahrung entscheidend sei. Dennoch verzichtet das Unternehmen vorerst auf den Einsatz von Meta AI in Europa.
Noyb bemängelt, dass Meta einfach um Zustimmung der User hätte bitten können, gemäß der DSGVO. Stattdessen sollen alle seit 2007 gesammelten Daten – auch von inaktiven Konten – für zukünftige KI-Projekte verwendet werden, ohne explizite Zustimmung der Betroffenen.
Diese Entwicklung wirft Fragen auf über die Zukunft der KI-Technologien in Europa und die Balance zwischen Innovation und Datenschutz.

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