Vibe Coding: Entsteht hier ein neuer Beruf durch KI?

Lassen Sie nie eine Krise an sich vorbeiziehen, ohne sie zu nutzen. Während ich an meinem letzten Blog geschrieben habe, ist mir dieser Satz wieder durch den Kopf gegangen.

Ich befürchte, dass durch KI sehr viel mehr Arbeitsplätze verloren gehen werden, als neue geschaffen werden. Nichtsdestotrotz werden neue geschaffen. Die Frage ist nur: Was für neue Arbeitsplätze werden das sein?

Wenn man zum Beispiel Vibe Coding betrachtet, sieht man vielleicht schon eine neue Berufsgruppe entstehen. Beim Vibe Coding beschreibt man der KI, was gebaut werden soll, und führt sie Schritt für Schritt zum Ergebnis. Man schreibt also nicht mehr jede Zeile Code selber, sondern man lenkt den Prozess.

Jemand, der Vibe Coding wirklich beherrscht, kann neue digitale Produkte erstellen, neue Ideen umsetzen und aus einer Vorstellung sehr schnell ein funktionierendes Produkt machen.

Es könnte also gut sein, dass Vibe Coder eine neue Berufsgruppe werden. Nicht als klassische Programmierer, sondern als Menschen, die KI so einsetzen, dass sie mit enormer Geschwindigkeit Output erzeugen können. Dieser Output muss aber nicht nur schnell entstehen. Die Qualität der Software muss stimmen. Sie muss sauber funktionieren, sie muss effizient sein und sie muss sicher sein.

Hier gibt es zwei Punkte zu beachten.

Der erste Punkt ist, dass ein Vibe Coder eigentlich kein klassischer Programmierer sein muss. Ich habe sogar festgestellt, dass Programmierer manchmal Mühe haben, sich aus ihren alten Strukturen zu lösen. Sie denken noch zu stark in dem Schema, wie bisher programmiert wurde. Genau das kann beim Vibe Coding hinderlich sein.

Quereinsteiger haben es, so wie ich es gesehen habe, teilweise einfacher. Sie gehen freier an die Sache heran. Sie probieren schneller aus und stellen andere Fragen. Aber sie brauchen trotzdem ein Grundverständnis davon, wie programmiert wird. Sie müssen verstehen, wie ein Projekt aufgebaut wird, wie man Anforderungen formuliert, wie man Fehler erkennt und wie man beurteilt, ob ein Ergebnis brauchbar ist.

Das Coding selbst muss aber nicht mehr die eigentliche Kernkompetenz sein. Der Vibe Coder muss nicht zwingend tief programmieren können wie ein klassischer Entwickler. Er muss vielmehr wissen, was er von der KI verlangen muss, wie er die Ergebnisse prüft und wie er daraus ein funktionierendes Produkt macht.

Wer sich mit diesen neuen Fähigkeiten beschäftigen möchte, findet bei der Schweizer KI Akademie passende KI Kurse und Schulungen. Dort geht es nicht nur um Theorie, sondern auch darum, wie KI im Arbeitsalltag wirklich genutzt werden kann.

Das könnte ein neuer Beruf sein.

Der KI Marketing Generalist als neue Berufsgruppe

Ich denke auch, dass im Marketing neue Berufe entstehen werden. Ich glaube aber nicht, dass diese Marketing Leute so spezialisiert sein werden, wie wir das heute kennen.

Heute sieht man spezialisierte Suchmaschinenoptimierer, spezialisierte Werber, spezialisierte Texter, spezialisierte Content Leute, Video Leute und so weiter. Ich denke, dass der KI Marketing Generalist in Zukunft eine wichtige Rolle spielen könnte.

Diese ganze Idee der Expertenberufe könnte etwas in den Hintergrund geraten. Nicht, weil Experten nichts mehr wert sind. Sondern weil Generalisten plötzlich Zugriff auf sehr viele Experten haben. Diese Experten sitzen dann in den KI Modellen.

Ein KI Marketing Generalist kann aus verschiedenen KI Modellen die Expertise holen, die er gerade braucht. Er kann diese Expertise zusammenführen und dadurch eine Übersicht über verschiedene Disziplinen bekommen, die früher viel zu komplex waren, um sie allein abzudecken.

Für einen KI Marketing Generalisten wird es kein grosses Problem mehr sein, Videos, Webseiten, Suchmaschinenoptimierung, Content, Kampagnen und Projektunterlagen zu erstellen. Wer sich konkret mit diesem Bereich beschäftigen will, findet dazu auch das Thema KI Marketing und Social Media.

Der KI Marketing Generalist muss nicht alles selber im Detail können. Er muss die KI Modelle und KI Agenten richtig anweisen können.

Genau dieses Führen von KI könnte selbst eine neue Berufsgruppe hervorbringen. Also Menschen, die nicht einfach eine Aufgabe erledigen, sondern verschiedene KI Systeme anleiten, prüfen, verbinden und daraus ein brauchbares Ergebnis machen.

Gerade bei KI Agenten und Workflows sieht man gut, wohin das gehen kann. Es geht nicht mehr nur darum, eine einzelne Aufgabe schneller zu machen. Es geht darum, Abläufe so zu bauen, dass verschiedene digitale Helfer zusammenarbeiten.

Daraus könnten wieder verschiedene neue Berufsgruppen entstehen, die in neuen Teams zusammenarbeiten. Der eine baut digitale Produkte mit KI. Der andere führt Marketing Prozesse. Ein anderer verbindet Daten, Automationen, Inhalte und Geschäftsmodelle.

Natürlich sind das Hypothesen. Niemand weiss genau, wohin das alles geht. Niemand kann heute sicher sagen, welche Berufe verschwinden und welche neuen Berufsgruppen entstehen werden.

Die Frage ist also nicht nur, welche Jobs verschwinden. Die Frage ist auch, wer bereit ist, sich neu zu erfinden. Wer nur zuschaut, wird Mühe haben. Wer die Krise nutzt, kann sich neu positionieren.

Unternehmen, die das Thema nicht nur beobachten wollen, sondern praktisch angehen möchten, können sich auch mit KI Workshops für Unternehmen beschäftigen.

Wer solche Entwicklungen nicht nur beobachten, sondern anderen Menschen verständlich erklären möchte, kann sich bei der Schweizer KI Akademie auch als KI Trainer oder Dozent bewerben.


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