Und wenn es anders kommt und ich mich täusche, dann bin ich der Erste, der froh darüber wäre.
Heute habe ich in 20 Minuten gelesen, und ich glaube, das war das erste Mal, dass ich es in einer Schweizer Zeitschrift so klar gelesen habe, dass wir uns auf eine mögliche Krise vorbereiten sollten.
Eine Krise, die uns beim Arbeitsmarkt bevorstehen könnte.
Nicht irgendwann in ferner Zukunft. Sondern in den nächsten Jahren. Wegen den gewaltigen Umwälzungen, die durch künstliche Intelligenz stattfinden könnten.
Vielleicht ist es Zufall. Vielleicht auch nicht.
Vor einigen Tagen hat ein Politiker öffentlich gesagt, dass es in Zukunft vielleicht ganz anders aussehen könnte, als viele heute noch denken. Dass uns in Zukunft vielleicht gar keine Fachkräfte mehr fehlen könnten, weil KI genau das Gegenteil bewirkt.
Es war der erste Politiker, von dem ich gehört habe, der so etwas öffentlich gesagt hat.
Ich habe seit Beginn von ChatGPT viele meiner Freunde immer wieder darauf hingewiesen, dass KI ein grosses Problem für den Arbeitsmarkt werden wird.
Und ich habe fast immer die gleiche Antwort gehört.
Es werde ja wieder neue Jobs geben.
Ja, das stimmt. Es wird neue Jobs geben.
Aber ich glaube nicht, dass es genug neue Jobs geben wird. Nicht in der Geschwindigkeit, in der KI bestehende Arbeit ersetzen kann.
KI wird mehr Jobs wegrationalisieren, als sie neue schaffen kann. Davon bin ich überzeugt.
Klar, das ist eine Hypothese von mir. Aber ich bin nicht der Einzige, der das sagt.
Ich sehe es auch nicht nur von aussen.
Ich habe mich seit über 20 Jahren mit dem Internet beschäftigt. Mit Software. Mit Suchmaschinenoptimierung. Mit Webseiten. Ich habe Webseiten erstellt, optimiert, Texte geschrieben, Strategien gemacht und Firmen geholfen, im Internet sichtbar zu werden.
Heute kann ich sagen, dass mein Beruf, den ich über 20 Jahre ausgeübt habe, durch KI bereits heute schneller ausgeführt werden kann als durch mich.
Das sage ich nicht leichtfertig.
Klar, man braucht noch Grundlagenwissen. Man muss wissen, was man tut. Man muss die Modelle richtig anleiten. Meine 20 Jahre Erfahrung helfen mir natürlich sehr.
Vielleicht wäre es ohne diese Erfahrung gar nicht möglich, eine suchmaschinenoptimierte Webseite in dieser Qualität zu erzeugen.
20 Jahre Erfahrung sind nicht wenig.
Aber es wird nur noch einige Jahre gehen, bis selbst diese Expertise zu einem grossen Teil durch Modelle ersetzt wird.
Dann werden Webdesigner und Suchmaschinenoptimierer vollkommen überflüssig sein. Und wenn sie nicht vollkommen überflüssig werden, dann werden sie mindestens enorm reduziert.
Nicht ein bisschen weniger gebraucht.
Sondern wirklich massiv weniger.
Und was ich über meinen Beruf sagen kann, das wird für viele andere Berufe auch geschehen.
KI wird viele Berufe, wenn nicht total ersetzen, dann enorm reduzieren.
Ich glaube einfach nicht daran, dass so viele neue Jobs geschaffen werden können, wie KI ersetzen wird.
Und dabei haben wir noch nicht einmal von Robotern gesprochen.
Ich schätze, 2027 oder 2028 werden wir sie überall zu Gesicht bekommen. Vielleicht werden sie den Markt dann noch nicht komplett fluten. Aber sie werden sichtbar werden. Und danach wird es schnell gehen.
Dann reden wir nicht mehr nur über Büroarbeit.
Dann reden wir auch über körperliche Arbeit.
Wenn diese Entwicklung wirklich so kommt, dann reicht es nicht, nur über Weiterbildung zu sprechen.
Dann müssen wir über Gesellschaft sprechen.
Vielleicht war die Leistungsgesellschaft sinnvoll, solange menschliche Arbeit der wichtigste Motor der Wirtschaft war. Wenn KI diese Leistung übernimmt, müssen wir den Menschen anders bewerten als nur nach Arbeit, Tempo und Produktivität.
Wir müssen uns deshalb auf drei Pfeiler stützen.
Erstens müssen wir unseren Kindern andere Werte mitgeben.
Wenn wir in eine Gesellschaft hineinwachsen, in der vieles nicht mehr knapp ist, dann können wir unsere Kinder nicht mehr nur auf Leistung erziehen. Diese Leistungswerte, die mit der Industrialisierung in unsere Gesellschaft gekommen sind, sollten wir langsam wieder ablegen.
Diese Leistungsgesellschaft, in der Menschen dauernd miteinander verglichen werden und jeder funktionieren muss, gibt es historisch gesehen noch gar nicht lange.
Und ich glaube nicht, dass sie uns als Menschen weitergebracht hat.
Sie hat uns produktiver gemacht. Ja.
Aber nicht menschlicher.
Wir sollten unsere Kinder wieder mehr auf Werte erziehen. Nicht nur auf Leistung. Nicht nur darauf, zu funktionieren.
Zweitens werden wir nicht darum herumkommen, ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen.
Viele Menschen werden diesen Wandel nicht schaffen.
Nicht weil sie faul sind.
Nicht weil sie nicht wollen.
Sondern weil diese Veränderung zu schnell kommt.
Wenn ganze Berufsbilder verschwinden oder massiv kleiner werden, dann kann man nicht einfach sagen, die Leute sollen sich halt weiterbilden.
Das ist zu einfach.
Viele werden keine Chance haben, mit dieser Geschwindigkeit Schritt zu halten.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen wird nötig sein, um die Menschen in der Gesellschaft zu halten und ihnen Sicherheit zu geben.
Drittens müssen wir KI besteuern.
Nicht nur Arbeit. Nicht nur Einkommen. Nicht nur Menschen.
Wir müssen künstliche Intelligenz besteuern.
Wer soll sonst unsere Renten bezahlen?
Wenn Unternehmen mit KI immer mehr leisten können und gleichzeitig weniger Menschen brauchen, dann fallen Löhne weg. Und wenn Löhne wegfallen, fallen auch Beiträge weg.
Dann haben wir ein Problem.
Ich habe das bereits in meinem Buch geschrieben, das ich Anfang 2025 als Manuskript in unserer Akademie abgelegt habe.
Damals war es eine Voraussage. Eine Ahnung.
Heute, wenn ich diese Modelle anschaue, bin ich mir viel sicherer, dass genau in diese Richtung eine mögliche Lösung gehen muss.
Ich bin über 60 Jahre alt.
Ich kann mich vielleicht noch davon schleichen.
Wenn Sie aber 30 oder 40 Jahre alt sind, oder noch jünger, dann haben Sie keine Chance. Sie werden die ganze Bandbreite dieser Entwicklung miterleben.
Die nächsten zehn Jahre werden die Welt verändern.
Vielleicht mehr, als wir es uns heute vorstellen können.
Vielleicht mehr, als alles, was ich in meinem Leben bisher gesehen habe.
Und wenn es anders kommt und ich mich täusche, dann bin ich der Erste, der froh darüber wäre.
Wer sich auf diese Veränderung vorbereiten will, findet hier passende KI Kurse und KI Schulungen der Schweizer KI Akademie.

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