Braucht man n8n, Make.com und Zapier noch? Das ist hier die Frage.

Man muss dazu Folgendes wissen. Wenn wir über n8n, Make.com oder Zapier sprechen, dann sprechen wir von Tools, die helfen, Automatisierungen mit No Code oder Low Code umzusetzen. Also mit wenig oder teilweise gar keinen Code Kenntnissen.

Aber eigentlich sind diese Tools im Hintergrund nichts anderes als Code, der benutzt wird. Ein Node ist am Ende eine technische Aktion, die ausgeführt wird. Bei n8n ist ein Node zum Beispiel ein einzelner Teil eines Workflows.

Ein einfaches Beispiel ist ein Trigger Node. Trigger bedeutet ganz einfach: Es passiert etwas, und dadurch startet der Ablauf. Zum Beispiel kommt eine E-Mail rein. Oder das System prüft alle halbe Stunde, ob eine neue E-Mail angekommen ist. Wenn eine Mail da ist, beginnt die Aktion zu laufen. Das ist dann der Trigger Node.

Für den Nutzer sieht das aus wie ein Baustein. Im Hintergrund ist es aber programmierte Logik. Also Code.

Jetzt hat man mit KI natürlich die Möglichkeit, Code schreiben zu lassen. Und wenn wir das historisch anschauen, dann waren wir früher genau dort. In alten Zeiten hat man Automatisierungen direkt mit Code gebaut. Das haben Entwickler gemacht. Das war teuer, aber es war auch der normale Weg.

Dann kamen Tools wie Zapier, Make.com und später n8n. Sie haben diese Arbeit einfacher gemacht. Man musste nicht mehr alles selber programmieren, sondern konnte Workflows visuell zusammenbauen.

Wer heute solche Themen im Unternehmen sauber einordnen will, landet schnell bei der Frage, was man selber verstehen muss und wo man besser begleitet wird. Genau dafür gibt es bei der Schweizer KI Akademie den Überblick über KI Kurse und Schulungen.

Man muss hier sauber sein: Zapier und Make.com waren früher vor allem klassische Automatisierungstools. Heute bauen sie ebenfalls stark KI Funktionen ein. n8n wird aber besonders oft mit KI Workflows, Agents, APIs und flexibleren Abläufen in Verbindung gebracht.

Am Ende bleibt es trotzdem dasselbe Prinzip. Diese Tools verstecken Code hinter einer Oberfläche.

Mit der neuen Methode von Claude Code, Codex und ähnlichen Tools kommen wir wieder in einen Bereich, der dem alten System sehr ähnlich ist. Automatisierungen werden wieder direkt als Code erstellt. Der Unterschied ist: Der Code muss nicht mehr zwingend von einem Entwickler von Hand geschrieben werden. Man kann der KI sagen, was man braucht, und sie erstellt daraus den Code oder zumindest einen grossen Teil davon.

Jetzt muss man wissen, dass KI in der Regel probabilistisch arbeitet. Das heisst, der Output ist nicht immer exakt gleich. Im Gegensatz zum Taschenrechner. Wenn man dort dieselbe Rechnung eingibt, kommt immer dasselbe Ergebnis heraus. Das nennt man deterministisch.

Bei Code ist es grundsätzlich ähnlich. Wenn der Code sauber geschrieben ist und dieselben Bedingungen gelten, läuft er immer gleich. Darum sind klassische Automatisierungen sehr gut planbar.

Bei der neuen Methode mit Claude Code oder Codex werden diese alten Prinzipien wieder interessant. Man nutzt Code, um Automatisierungen stabil zu bauen. Gleichzeitig kann man KI Modelle in diese Abläufe einbauen. Dann hat man beides. Einen festen, deterministischen Ablauf und an bestimmten Stellen probabilistische KI Entscheidungen oder KI Ausgaben.

Meine Prognose ist deshalb: n8n, Zapier, Make.com und ähnliche Tools werden stark unter Druck kommen.

Es ist zweifelhaft, ob solche Modelle in Zukunft in jedem Fall noch nötig sind. Wenn die Einstiegshürde für eigene Workflows auf einen Prompt sinkt, dann braucht man vielleicht weniger oft ein Tool, in dem man alles zusammenklickt.

Dann sagt man der KI einfach: Baue mir eine Automatisierung, die E-Mails prüft, Inhalte ausliest, Daten in ein System schreibt und am Schluss eine Antwort vorbereitet. Die KI schreibt den Code. Der Workflow läuft dann direkt als Programm.

Für Unternehmen ist genau diese Stelle heikel. Man kann mit KI und Automatisierung viel machen, aber man sollte verstehen, was im eigenen Betrieb wirklich Sinn macht. Wer das mit dem Team praktisch anschauen will, kann dafür einen KI Workshop für Unternehmen nutzen.

Natürlich weiss niemand genau, was die Zukunft bringt. Und es wird sicher weiterhin Fälle geben, in denen n8n, Make.com oder Zapier Sinn machen. Viele Nutzer wollen eine Oberfläche. Firmen wollen Übersicht, Rechte, Fehlerprotokolle und Wartung. Auch KI geschriebener Code muss geprüft werden.

Aber ich glaube trotzdem, dass sich die Richtung klar verändert.

Zapier, Make.com und n8n werden an Bedeutung verlieren, wenn sie nur als grafische Zwischenschicht verstanden werden. Vielleicht werden sie nicht komplett überflüssig. Aber sie müssen sich neu positionieren.

Gerade bei KI Automatisierung geht es nicht nur um ein Tool. Es geht darum, welche Abläufe man wirklich automatisieren sollte, wo KI helfen kann und wo man besser vorsichtig bleibt. Dafür passt auch die Seite zur KI Beratung und Potenzialanalyse.

Denn wenn KI den Code direkt schreiben kann, stellt sich irgendwann die Frage: Warum soll ich den Umweg über ein Automatisierungstool nehmen?


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