Immer wieder sehe ich Kurstitel wie: In einem Tag zum KI Profi. Oder: In drei Stunden ChatGPT verstehen. Oder: KI im Alltag in einem Tag lernen.
Ganz ehrlich, ich finde solche Titel unseriös.
Nicht, weil man an einem Tag nichts lernen kann. Das wäre falsch. Man kann an einem Tag sehr viel über KI lernen. Gerade dann, wenn man sauber bei den Grundlagen beginnt. Gute KI Kurse und seriöse KI Schulungen sollten genau dort ansetzen. Man kann verstehen, was KI ist, wie ChatGPT ungefähr funktioniert, wo die Grenzen liegen, was ein guter Prompt ist und wo man vorsichtig sein muss.
Das kann sehr viel bringen. Ich sehe das selber in Schulungen. Viele Leute merken erst dort, wie viel man mit KI schon heute machen kann.
Aber KI Profi wird man nicht an einem Tag.
Dafür ist dieses Thema viel zu breit. Grosse Verzeichnisse listen heute bereits über 10’000 KI Tools. Andere nennen noch deutlich höhere Zahlen. Eine genaue Zahl gibt es nicht, und das ist auch gar nicht der Punkt. Der Punkt ist: Niemand kann dieses Feld komplett überblicken. Nicht einmal Leute, die sich jeden Tag damit beschäftigen.
Es kommen ständig neue Tools dazu. Bestehende Tools verändern sich. Funktionen kommen dazu, verschwinden wieder oder werden anders benannt. Modelle werden besser. Oberflächen ändern sich. Was heute noch stimmt, kann in ein paar Monaten schon wieder anders aussehen.
Genau darum habe ich Mühe mit KI Kursen und KI Schulungen, die so tun, als könne man KI schnell abhaken.
Wenn eine Schulung stark auf einzelne Tools und aktuelle Funktionen setzt, kann sie nach wenigen Monaten teilweise veraltet sein. Das heisst nicht, dass alles wertlos ist. Aber wenn ein Kurs nicht gepflegt und aktualisiert wird, merkt man das sehr schnell.
Es gibt aber Grundlagen, die viel länger halten. Zum Beispiel das Verständnis für Prompt Engineering. Oder die Frage, wie man KI Ergebnisse beurteilt. Oder wie man Risiken erkennt. Solche Dinge sind nicht nach ein paar Wochen vorbei.
Ich habe letztens von einem KI Experten gehört, Prompt Engineering sei heute überflüssig, weil die Modelle so gut geworden seien.
Das sehe ich anders.
Ja, die Modelle sind besser geworden. Sie verstehen mehr. Sie verzeihen auch schlechte Eingaben eher als früher. Aber wenn das Ergebnis nicht passt, muss ich trotzdem wissen, wie ich die Aufgabe anders stelle. Ich muss wissen, wie ich Kontext gebe, wie ich ein Ziel klar formuliere und wie ich das Modell wieder in die richtige Richtung bringe.
Nur zu sagen, das Modell macht das schon, ist mir zu dünn.
Für mich ist das wie bei einem Formel 1 Fahrer. Nur weil das Auto schnell fährt, heisst das nicht, dass der Fahrer nichts vom Auto verstehen muss. Er muss nicht jeden Motor selber bauen können. Aber gar nichts davon zu verstehen, ist keine gute Idee.
Bei KI ist es ähnlich.
Man sollte nicht nur lernen, wo man klicken muss. Das reicht nicht. Man muss die Grundlagen verstehen. Wenn man die Grundlagen versteht, kann man auch neue Tools viel schneller einordnen. Dann ist man nicht sofort verloren, nur weil ein Tool plötzlich anders aussieht oder ein neues Modell auf den Markt kommt.
Darum finde ich diese Versprechen problematisch. In einem Tag zum KI Profi. Das klingt gut. Es verkauft sich wahrscheinlich auch gut. Aber es stimmt einfach nicht.
Man kann an einem Tag einen guten Einstieg bekommen. Man kann an einem Tag sehr viel verstehen. Man kann auch anfangen, KI im Alltag sinnvoll zu nutzen. Wer dafür einen sauberen Einstieg sucht, findet hier eine Übersicht über meine KI Kurse und KI Schulungen.
Aber Profi ist man danach nicht.
Mein Ansatz ist deshalb klar. Zuerst die Grundlagen. Dann die Tools. Und dann laufend dranbleiben.
Wer bei mir in der Akademie ist oder einen Online Zugang hat, muss nicht alle drei Monate wieder von vorne anfangen. Die Inhalte werden aktualisiert. Neue Entwicklungen kommen dazu. Dinge, die nicht mehr stimmen, werden angepasst.
Genau das braucht es heute.
Nicht noch mehr Hype. Nicht noch grössere Versprechen. Sondern ehrliche KI Kurse und KI Schulungen, die mit der Entwicklung mithalten.

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