Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten

Einfach erklärt

EUMETSAT ist Europas Wettersatelliten‑Agentur. Sie betreibt Satelliten, sammelt daraus Wetter‑, Meeres‑ und Klimadaten und stellt sie den europäischen Wetterdiensten und der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sitz ist Darmstadt (Deutschland); es arbeiten 30 europäische Staaten zusammen.

Was macht EUMETSAT konkret?

  • Wetter aus dem All: Die Meteosat‑Satelliten schauen aus geostationärer Umlaufbahn auf Europa/Afrika. Daraus entstehen z. B. Wolken‑Animationen und Frühwarnungen bei Unwettern.
  • Polare Wettersatelliten: Metop/EPS liefern globale Messdaten (Temperaturen, Feuchte, Winde) für Numerische Wettervorhersage.
  • Copernicus‑Missionen (EU‑Programm, in Partnerschaft mit ESA): Sentinel‑3 (u. a. Meeres‑ und Land‑Temperatur, Ozeanhöhe, Farbe) und Sentinel‑6 „Michael Freilich“ (präzise Meeresspiegel‑Höhe). EUMETSAT betreibt diese Satelliten operativ und liefert die Meeresdaten.

Warum wichtig? Ohne diese kontinuierlichen Messungen wären Wettervorhersagen deutlich ungenauer und Klimabeobachtung weit schwieriger.


Professionelle Definition

EUMETSAT (European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites) ist eine zwischenstaatliche Organisation (Konvention von 1986) mit 30 Mitgliedstaaten. Auftrag: Aufbau, Betrieb und Nutzung europäischer operationeller Wettersatellitensysteme (u. a. Meteosat inkl. MTG; EPS/Metop inkl. EPS‑SG) sowie Datenverteilung an Mitgliedstaaten und weltweite Nutzer. Im EU‑Copernicus‑Programm verantwortet EUMETSAT den Betrieb und die Datenverarbeitung der marinen Missionen (Sentinel‑3, Sentinel‑6) und liefert die Produkte im Auftrag der EU. Hauptsitz: Darmstadt; weitere Einrichtungen und Partner‑Zentren unterstützen Datenverarbeitung/Anwendungs‑Fazilitäten (SAFs).


Quellen

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