Einfach erklärt

Accuracy (deutsch oft „Genauigkeit“/„Trefferquote“) sagt, wie viele Vorhersagen insgesamt richtig waren.

Formel (einfach):
Accuracy = richtige Vorhersagen / alle Vorhersagen

Beispiel: Ein Spam‑Filter prüft 100 E‑Mails. 92 stuft er korrekt ein (Spam/Nicht‑Spam), 8 liegen falsch.
Accuracy = 92/100 = 0,92 = 92 %.
(Entspricht (TP+TN)/(TP+TN+FP+FN).)

Wichtig: Bei unausgewogenen Klassen (z. B. 95 % Nicht‑Spam, 5 % Spam) kann Accuracy täuschen: Ein „Alles‑Nicht‑Spam“-Modell hätte 95 % Accuracy, wäre aber nutzlos. Dann schaut man zusätzlich auf Precision/Recall, Balanced Accuracy oder F1.


Professionelle Definition

Accuracy ist die Anteilskorrektheit einer Klassifikation:
[\text{Accuracy} = \frac{TP+TN}{TP+TN+FP+FN}.]
Sie misst die Gesamtrate richtiger Entscheidungen eines Modells (binär oder multi‑klassig; bei Multi‑Klasse zählt man die gesamt korrekt klassifizierten Beispiele). Implementierungen (z. B. sklearn.metrics.accuracy_score) liefern standardmäßig den Bruchteil korrekt klassifizierter Stichproben (optional als Anzahl). Varianten/Erweiterungen:

  • Balanced Accuracy: Mittel aus TPR (Recall/Sensitivität) und TNR (Spezifität) – sinnvoll bei Klassenungleichgewicht.
  • Top‑k‑Accuracy: Zählt als richtig, wenn das wahre Label unter den k wahrscheinlichsten Vorhersagen ist (multi‑klassig).

Bewertungspraxis (NIST‑Hinweis): Accuracy‑Angaben sollten auf realistischen, repräsentativen Testsets beruhen und idealerweise disaggregiert (nach Subgruppen) berichtet werden, damit Verzerrungen sichtbar werden.

Terminologie‑Hinweis (deutsch): Im Information Retrieval wird „Genauigkeit“ oft als Übersetzung von Precision verwendet – nicht von Accuracy. In der Klassifikations‑Metrik meint Accuracy die Korrektklassifikationsrate (siehe obige Formel).


Quellen