Einfach erklärt

Closed Source bedeutet: Der Quellcode ist nicht öffentlich. Nur der Hersteller oder ausgewählte Partner dürfen ihn sehen, ändern und weitergeben. Nutzerinnen und Nutzer bekommen in der Regel nur das fertige Programm.

Beispiel (Software): Ein Büro‑Programm, dessen Code geheim ist. Du darfst es verwenden, aber nicht den Code ansehen oder anpassen.

Beispiel (KI): Ein KI‑Modell, das du nur über eine Web‑/API‑Schnittstelle nutzen kannst. Gewichte, Trainings‑Code und Informationen zu Trainingsdaten sind nicht öffentlich – du kannst das Modell nicht eigenständig verändern oder selbst betreiben.


Professionelle Definition

Closed‑Source/Proprietäre Software ist Software, deren Quelltext nicht offengelegt ist und deren Nutzungs‑, Änderungs‑ und Weitergaberechte durch eine proprietäre Lizenz stark eingeschränkt sind. In der klassischen Terminologie der Free Software Foundation gilt proprietäre Software als „nonfree“: Sie gewährt nicht die Freiheiten, den Code zu studieren, zu ändern und weiterzuverbreiten.

Abgrenzung im KI‑Kontext: Nach der Open Source AI Definition 1.0 (OSI) sind Open‑Source‑Modelle nur dann „offen“, wenn Daten‑Informationen, Trainings‑ und Inferenz‑Code und die Modell‑gewichte (Parameter) vorliegen. Closed‑Source‑KI liegt vor, wenn diese Bestandteile nicht bereitgestellt werden (typisch: nur API‑Zugang). Die OSI betont zudem, dass „Open Weights“ allein kein Open‑Source‑Modell ergeben.


Quellen